Krisenvorsorge

  • Dennoch hat es, aus meiner Sicht, einen habgierigen Touch.

    dann sind wohl alle Prepper habgierig, weil sie für eventuelle schlechte Zeiten für ihre eigene Familie vorsorgen, das mache ich auch, weniger für mich, sondern für meine Familie, Frauen/Mütter sind meistens so.


    Aber man macht das ja zu Zeiten, wo es kein anderer noch macht, also nimmt man keinem etwas weg, im Gegenteil, wenn sich am Ende alle streiten, hat man längst schon alles daheim und Firmen genug Zeit um nachzuproduzieren, das ist vorausschauend gedacht.


    Habgierig sind natürlich die, die ganz zum Schluß auf die Idee kommen, auch vorzusorgen und sich dann ums Klopapier streiten und alles allein haben wollen.


    Hätten alle rechtzeitig vorgesorgt, wäre ja jetzt auch genug für alle da.

  • Das mit dem Klopapier ist für mich ein völlig undurchsichtiges Phänomen.

    Ich kenne überhaupt keine Klopapier - Hamster, so wie ich kaufen die meisten mehrere Packungen - meist muss man eh mind. 2 nehmen - wenns im Angebot ist. Genauso Waschmittel, Seife, Zahnpasta, Taschentücher und etc. Es gibt auch jetzt keine Veranlassung, den Vorrat aufzustocken. Vielleicht ist es aber auch eine Platzfrage, wenn man ausreichend Stauraum hat, was ja am Land eher der Fall ist, als in einer Wohnung.

    Bis nächste Woche wird sich das wohl beruhigt haben, und erfahrungsgemäß geht Richtung Monatsende etlichen das Geld aus, sodass man ohne Stress einkaufen kann.

    Vorigen Sonntag, als das alles begann, hat just die Waschmaschine den Geist aufgegeben, grad als das Wetter schön wurde.

    Mal sehen, ob ich nächste Woche im Supermarkt Ersatz auftreiben kann, die haben manchmal welche.

    Wenn nicht, ist auch nicht weiter schlimm.

  • Oh je, die Waschmaschine mag nicht mehr. Ich hoffe du bekommst bald eine neue.


    Das WC-Papier habe ich nicht gehamstert, sondern schon lange gesammelt. Immer wenn es in Aktion war, habe ich ein paar Packungen gekauft, so kommt auch was zusammen. Der Platz im Keller ist vorhanden und es stört niemanden.


    Was ist denn daran egoistisch, wenn ich schon vor Monaten und voriges Jahr WC-Papier gekauft habe, als es noch genügend gab?

    Jeder hatte die Möglichkeit WC-Papier zu kaufen. Ich habe niemandem was weggenommen. Im Gegenteil, ich brauche jetzt keines kaufen.


    An Waschmittel habe ich auch immer großen Vorrat. Ich finde das gut so.


    Habgierig finde ich das alles nicht, es ist nur vernünftig. Weil wer vorsorgt, der kann einer Krise gelassen entgegensehen

    und der kann auch anderen Menschen helfen. Ja, es ist vorausschauend handeln.

  • Wenn so große Gebiete unter Quarantäne stehen wie jetzt, bzw. viele Familien, dann finde ich es für mich beruhigend, dass ich niemand was wegkaufen muss, der erst jetzt drauf kommt, bzw. mich jetzt gar keiner Gefahr aussetzen muss dorthin zu gehen bzw. auch noch aushelfen kann. Jeder , der weniger unterwegs ist, ist ein Segen für die anderen. Der Zivilschutzverband versucht schon Jahrzehnte!!! die Leute draufhin zu motivieren, doch ein wenig mehr Eigenverantwortung zu übernehmen und sich einen "Notvorrat" für 2 Wochen an allem heimzuholen.

    Lag der Fokus damals eher auf wetterbedingtem Stromausfall und auch atomarem Fallout, mit so einem Szenarium wie jetzt hat keiner wirklich gerechnet. Seien wir froh, dass Wasser und Energie, Internet ... noch funktionieren, sonst wäre es noch fataler.

    Die Welt wird nicht wieder in den alten Modus zurückfallen können/wollen? Vielleicht entsteht dadurch jetzt eine lebenswertere? Der Natur hats jedenfall nicht geschadet, sie hat sich sichtlich rasch erholt, wenn man sich die Luft-und Wasserwerte(Venedig!..die Kanäle sind sauber, da sieht man die Fische schwimmen!) anschaut. Das wär freiwillig unmöglich gegangen. Auch die "Wirtschaft" wird sich anders organisieren müssen.Es ist auch erstaunlich wieviele private Initiativen sich bilden, die sich gegenseitig unterstützen. Das gibt dem ganzen einen positiven Schub.

    Ja, es sterben viele Menschen. Viele von ihnen wären auch ohne "Corona" gegangen. Wir sind sowieso nur "Gast" hier und jeder wird irgendwann weiterziehen müssen.

    Vielleicht sind wir diesem Virus sogar einmal rückblickend dankbar, weil er in so kurzer Zeit..wenn auch mit Schmerzen und Ängsten..eine Wende , deren Ausgang wir noch nicht kennen, aber gestalten könnten , geschafft hat?

  • Dennoch hat es, aus meiner Sicht, einen habgierigen Touch.

    Bei mir liegen 4 Großpackungen á 48 Rollen oben auf dem Regal.

    Seit gut 3 Jahren schon.

    Gekauft für so einen Fall.

    Davon abgesehen, daß bei uns KEINER Klopapier hamstert, geschweige denn sich im Laden darum prügelt, was ist daran habgierig?

    ICH muß jedenfalls jetzt keins kaufen und lasse Anderen den Vortritt.

    Ebenso mit all den vielen anderen Dingen des täglichen Lebens, die sich im Laufe einiger Jahre peu á peu in den Regalen angesammelt haben.

    Waschpulver, Seife, Zahnbürsten und -creme, Hygienetücher, Watte, Verbandszeug, Medikamente, Putzmittel, Getränke und haltbare Lebensmittel.

    Auch Habgier?

    JEDER hätte sich so einen Vorrat anlegen können. Auch Menschen mit einem schmalen Budget.

    Einfach bei jedem Einkauf eine Packung oder Dose oder Tüte von irgendwas Haltbarem zusätzlich mitnehmen und einlagern. Da kommt im Laufe der Monate/Jahre einiges zusammen.

    Und dann im First In - First Out - Verfahren aufbrauchen.

    Dann muss man in so einer Krise nicht in die Läden rennen und denen die Sachen wegkaufen, die bisher nicht vorsorgen wollten, weil das ja völlig uncool war.

    Noch bis vor Kurzem wurden gerade in Deutschland Menschen, die Vorräte anlegten in die Rechte Ecke gestellt.

    Alles Doomsday- oder Zombieapokalysespinner, Reichsbürger oder Schlimmeres.

    Lauter Nazis, die den Rechtsstaat unterwandern, weil sie ihm nicht zutrauen eine Krise zu meistern.

    Und was sagen die gleichen Politiker heute?

    Was geht uns unser saudummes Geschwätz von gestern an!

    Jeder der nicht vorgesorgt hat, und jetzt Angst hat in Quarantäne zu kommen, und sich einen Vorrat anlegen will, ist ein asozialer Hamsterer oder Schlimmeres.

    Was jetzt?


    PS

    Das mit dem Klopapier verstehe ich wirklich nicht.

  • Wir machen auch keine Hamsterkäufe.

    Haben auch auf Zeit etwas vorgesorgt, aber mit keinem Hintergedanken das so was wie heute auf uns zukommt.

    Finde die Hamsterkäufe eine bodenlose Frechheit und das sind in meinen Augen eh nur Egoisten.

    Solche Leute gehören richtig bestraft.Unsere Nachbarn die Schweizer die sogar an der Grenze ihre Mehrwertsteuer zurück bekamen das ist ebenfalls eine bodenlose Frechheit gegenüber der Deutschen Staatsbürger.Die haben letztes Wochenende bei uns noch eingekauft wie die Wahnsinnigen.Bekommen im Augenblick die Mehrwertsteuer auch nicht mehr zurück das eigentlich für immer so sein söllte.Seit Montag dürfen sie ja auch nicht mehr zu uns rüberkommen und das merkt man das immer wieder noch Regale gefüllt sind.Heute gab es sogar wiedermal Toillettenpapier und Mehl, Zucker.

    Nicht jeder Bürger hat soviel Geld um soviel Vorrat auf einmal einzukaufen.Diese Gruppen wo sich nicht soviel leisten können tun mir echt leid zur Zeit. :(

  • .Kavurei.....

    PS

    Das mit dem Klopapier verstehe ich wirklich nicht.


    Schön langsam begreife ich es.

    Der überwiegende Teil unserer Mitmenschen gehen beide arbeiten, die Kinder, falls vorhanden, sind "in Betreuung" . Also reduzieren sich die Toilettenbesuche daheim eigentlich auf ein Minimum. Jetzt sitzt auf einmal die ganze Family daheim am Klo..und verbraucht...der normale Vorrat, wenn einer da war, schwindet rasant. Wenn jetzt dann von Ausgangsbeschränkungen gesprochen wird....kommt Panik auf und die multipliziert sich, weil die Ungewissheit besteht, wie lange der "Zustand" dauern wird.

    Das gleich Bild bei den Lebensmitteln. Wenn alle normal außer Haus essen, dann ist eben im Kühlschrank und in der Speis nicht so viel drin. Und es war immer! alles sofort mit wenig Aufwand zu beschaffen. Je nachdem wie weit man von einer Quelle entfernt war. Jetzt sind aufeinmal die "Esser" daheim und denen ist auch fad, da wird dann noch mehr gefuttert. Dazu kommt, dass eher wenig aus Grundnahrungsmitteln gekocht wurde, weil eben oft Zeit, Können oder "Nachfrage" nicht da war. Viele haben nicht mal ein Gefrierfach daheim. Wozu auch? Die Kosten für Anschaffung und Betrieb spare ich mir, und verlagere sie in den SM. Hat mir vor kurzem eine als "Ökonomisch sinnvoller" erklärt. Gut, sie spart sich vieles andere auch, weil sie es sich bisher stets bei Bedarf bei irgendwem ausborgen ..meist schnorren..konnte.Das ging soweit, dass sie nicht mal Taschentücher selber mitnahm, weil dir jeder eins spendet, wenn du eins brauchst. Ja ich war auch oft so ein hilfsbereiter idiotischer "Spender", weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das eben kein "Notfall" sondern Kalkül war.

    Es ist jetzt ein bitterer Lernprozess für diese Menschen, den "Vorsorger" vielleicht in milderer Form auch mal erlebt haben..nach dem Motto: Das passiert mir nicht mehr!:)

    Krisen-Hamsterer sind ein eigenes Thema. Obwohl man da auch unterscheiden muss: Für wieviele kauft der ein? Es ist ein Unterschied zwischen Single und Familie mit mehreren hungrigen Mündern, bzw. hab ich oft für 3 Haushalte gleichzeitig eingekauft, damit nicht jeder einzeln fahren musste. Machen wir ja jetzt auch, dass z.B. einer eine Sammelbestellung abholt. Z.B. morgen gleich 8 Kilo Brot, = 1 Autofahrt und nicht 4!

  • Viele Menschen, vor allem, wenn sie auch Kinder haben, kommen erst jetzt drauf, was sie sonst alles auswärts essen, eine Wurstsemmel, Pommes/ Döner... zwischendurch, Mittagessen in der Kantine/ Schule, abends mal ein Essen im Restaurant, Pzzeria, Würstlstand.... da geht der Wocheneinkauf von FR/SA am Montag oder Dienstag schon zur Neige.


    Wenn man dann auch noch Eltern/Nachbarn zu versorgen hat, die nichts daheim haben, muss man schon sehr viel mehr einkaufen als bei den meisten bisher üblich.


    Natürlich steigt auch der Toilettenpapierbedarf, wenn alle immer daheim sind und einer steht den halben Tag in der Küche, wenn er auch noch gesund kochen will, verbringt Zeit mit Tee kochen, Zitronen/Orangen auspressen, Hühnersuppe kochen, frischen Salat/Jause richten, Brot backen .... es sei denn, man isst weiterhin nur Fertigprodukte.

  • Hildegard

    deshalb schreibe ich ja: einen moderaten Vorrat könnte/sollte sich jeder anlegen.

    Dann muß man nicht hamstern, wenn so ein Notfall eintritt.

    Und wenn man das peu á peu über Monate oder Jahre macht, dann tut es dem Geldbeutel auch nicht weh.


    Das mit der Mehrwertsteuererstattung des Einkaufs für Schweizer finde ich auch seltsam. Ist das umgekehrt auch so?


    Einige deutsche whats app Freunde schreiben mir, daß leere Regale seit Tagen auch leer bleiben. Ganz entgegen der Beteuerungen der Politik und des Einzelhandels, die ihnen weis machen wollen, ihre Lager wären gut gefüllt und es würde täglich aufgefüllt werden.

    Welche Lager?

    Eine erzählte mir, sie wäre gestern in drei verschiedenen Orten in mehreren Läden gewesen und hätte nur in einem Klopapier bekommen. Und da hat sie dann halt gleich vier Packungen á 10 Rollen mitgenommen, weil sie nicht wieder so eine Weltreise machen wolle deswegen.

    Und mit anderen Artikeln scheint es momentan genauso auszusehen.

    Die Regale sind nicht leer, weil die Leute hamstern, die Leute hamstern, weil die Regale leer sind und es oft tagelang bleiben.


    Wir waren heute nochmal in zwei Supermärkten. In dem einen, um süße Stückle für den Besuch bei einem Freund zu kaufen ( und von den leckeren Pralinen, die sie herstellen ) und im anderen, um noch etwas Gemüse für Frieda einzukaufen.

    Trotz der bevorstehenden Verschärfung der Ausgangssperre ab Montag: volle Regale, wenig Kunden.

    Todo tranquilo.

    Keine Panik- oder Hamsterkäufe.

    Die Regierung erklärt, daß die Einzelhändler, Getränkeläden und Apotheken geöffnet bleiben werden und die Leute glauben es und bleiben ruhig.

  • Vielleicht haben die Leute auch einfach keine Rücklagen, um groß einzukaufen. Hab mal gelesen, sogar bei den Amis haben rund die Hälfte weniger als 200 USD für Notfälle. In ärmeren Ländern wirds vielleicht noch trister ausschaun.

    Es gibt natürlich Menschen, die wenig Einkommen und keine Rücklagen haben, darunter sind aber sehr viele, die Geld für Fastfood, Markenklamotten, Smartphone, Schminke, Fingernägel, Tattoos, Schmuck, Zigaretten, Kino- und Gasthausbesuche haben. Bei Lebensmittel wird gerne gespart um sich Luxus leisten zu können.


    Leid tun mir vor allem kleine Unternehmer, die kein Anrecht auf Mindestsicherung haben, hohe Schulden und keine Einkünfte.

    Mit einer Grundsicherung kann man sich ordentliches Essen leisten, wenn man auf "Unnützes" verzichtet.

  • Vorhin bei edeka: Menschen werden nur einzeln reingelassen und müssen 2 m Abstand halten. Sind höchstens 10 Leute im SM. Wenn einer raus kommt, darf einer rein - das regelt ein Polizist am Eingang, also auf seiner Jacke steht Polizei (ohne Wumme). Ist wahrscheinlich eher ein Sicherheitunternehmen, aber ich kenne den Typen. Der ist eigentlich Zeitsoldat. :/


    Im SM kein Klopapier, wenig Rollen Küchenpapier, kein Mehl, wenig Zucker, Nudelregale und Fertiggerichte ziemlich gelichtet und das früh um ~ 09.00 Uhr.


    Die Ausgangssperre wird die Situation hier noch verschärfen, aber ich denke, dass ist gewollt. ;)

  • Klopapier ist bei uns angeblich nur ganz früh am Morgen erhältlich. ..Also in Zukunft Schokolade und Bananen essen! Küchenrollen gab es nur die riesigen30cm - Rollen im unteren Regalboden, dioe wollte /kannte anscheinend keiner. Taschentücher auch Mangelware...aber da gäbe es auch Abhilfe > Klopapier!:) oder Stoff, aber sowas hat ja keiner mehr.

    Sonst die üblichen Lücken im Regal. Hefe gibts auch schwer. Es war zu Ladenschluss aber noch genug da um nicht zu verhungern morgen.

  • ich brauch auch keine Taschentücher, geh in die Pampa ausser Haus und machs wie die Marathonläufer.... ein Nasenloch zuhalten und dann kräftig durchs andere durchpusten und das Resultat elegant zu Boden leiten....

    dito brauchts auch nicht unbedingt Klopapier wenn die Verdauung stimmt, dann stinkt und schmiert da nix und ein Blättchen Moos reicht....


    naja, wir gehn am Montag mal einkaufen in Ösiland, schaun mer mal wasses gibt

    ich tät mich auf Vollkornreis, Hirse, Nüsse einschiessen und Hundefutter


    inzwischen gibts wildes Gemüse auch in schneereichen Gefilden, braucht mensch keine rachitischen Zuchtsalätchen mehr kaufen...


    Keimsaaten hab ich ne Menge daheim, von Kresse über Mungbohnen alles da... frischer wirds nicht


    Hefe.... täts mit wilder Hefe probieren im Zweifelsfall.... is vielleicht eh besser als das genmanipulierte Glump


    und bestell mir nen Dutch oven in Kürze, da kann ich über wasauchimmernem Feuer alles machen was ich machen will...

  • Natürlich haben die meisten Leute hier kein Geld zum Hamstern.

    Aber auch die Supermärkte der Reichen sind nicht voller Leute.

    Die verlassen sich einfach darauf, daß es auch morgen noch was gibt. Die Reichen und Gelangweilten haben ausser Shoppen eh nichts zu tun, obwohl sie solche profanen Tätigkeiten wie Lebensmittel einkaufen sowieso ihren Hausangestellten überlassen.

    Die werden jetzt sicherlich nicht mehr wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen.

    Shoppingmalls - geschlossen

    Beautysalon - geschlossen

    Friseur - geschlossen

    Fitnessstudio - geschlossen

    Treffen mit Freundinnen - verboten

    Sportveranstaltungen - verboten

    gesellschaftliche Veranstaltungen - verboten

    Wochenendtrip nach New York - Flughafen geschlossen.


    Wenn der Rest der Bevölkerung nur diese Sorgen hätte, hätte er keine.