Tierische Produkte im Restaurant, Hotel, Flugzeug ...

  • Ich finde es ganz schrecklich zu sehen, dass es in den meisten Restaurants oder Hotels kaum vegane Hauptgerichte gibt. Als Alternative zu Fleisch wird nahezu immer Käse angeboten. Selten noch Fisch, aber dann aus Aquakultur. Genauso bei Flügen, die Auswahl Fleisch oder etwas mit Milch, Käse oder Butter.


    Frühstück besteht neben diversen Gebäck aus Butter, Wurst, Käse, Milch, Joghurt, Eier, fleischhaltige Aufstriche oder welche mit Quark (Topfen) ... wenn man Glück hat, sind ein paar Tomaten und Gurken und diverses Obst dabei, oft aber auch nicht.


    Essen denn "normale Fleischesser" immer nur tierische Gerichte und niemals ein veganes Gericht, nicht einmal zum Frühstück?


    Ist die Nachfrage so gering, dass es diesbezüglich in "normalen" Restaurants oder Hotels auch keine veganen Hauptgerichte angeboten werden?


    Beim spontanen Wandern auf eine Hütte ist mir passiert, dass es kein warmes Essen gab, sondern nur Jause. Angeboten wurden Brote mit Käse, Wurst, Schinken, Speck, kalten Schweinsbraten, Wurstsalat, ... ich hatte so einen Hunger und hab dann das erstemal seit mehreren Jahren Schwein in Form von Schweinsbratenbrot gegessen. Es hat mir geschmeckt und vermutlich auch nicht geschadet. Aber ich finde das einfach unmöglich, dass man quasi gezwungen wird, tierisch oder gar nichts zu essen, wenn man mal von Beilagen wie Salat und Pommes absieht, das es aber in dem Fall auch nicht gab.


    Es muss ja keine große Auswahl geben, aber wenigstens ein einziges vollwertiges Gericht wäre schön und zum Frühstück vielleicht einen veganen Aufstrich oder wenigstens Obst und Gemüse.

    Es ist traurig zu sehen, dass die Mehrheit der Menschen wohl immer Tierisches isst und das schon morgens beginnt. Man könnte sagen, dass es mich nichts angeht, aber das stimmt nicht, denn wir leben in derselben Umwelt. Die Massentierhaltung in dem Ausmaß betrifft auch die, die da nicht mitmachen, denn der ganze Tierkot und Dung wird letztendlich auf die Felder (Gemüse und Getreide) ausgebracht, samt den Rückständen von Medikamenten, Impfstoffen und belasteten Fischmehl oder Tierfutter mit Gensoja aus Südamerik.


    Es wäre schon ein erster Schritt, wenn Menschen versuchen würden, mal einen Tag pro Woche auf Tierisches zu verzichten. An diesem Versuch würde man dann sehen und erkennen, wie oft Tierisches verwendet wird.


    Ich lebe übrigens auch nicht vegan, zumal ich daheim ja Hühner habe, deren Eier ich esse, manchmal esse ich auch Gefügel, aber zumindest von biologischer Herkunft. Fisch aus Aquakultur ist für mich auch keine Alternative, das ist auch Massentierhaltung. Leider ist es für Gastronomen nicht einfach, Gesundes ohne Fleisch und Milch anzubieten, weil Tierisches einfach am billigsten ist, Dank Förderungen der Massentierhaltung durch den Staat, das würde ich ändern, wenn ich könnte.


    Wenn ich dann auswärts esse, wo es nichts Biologisches gibt, würde ich halt gern zumindest "ohne Tier" etwas essen, Beispiele:

    Gemüsesuppe, Tomatensuppe, Linsensuppe, Schwammerlsuppe,.... (ohne Sahne oder andere Milchprodukte!)
    Erbsenreis mit Salatteller

    Gemüsecurry mit Bohnen, Linsen, Kichererbsen oder Tofu

    Hirselaibchen mit Backofengemüse (oder Süßkartoffel)

    Kürbisgulasch mit Polentaknödel

    Gebackene Auberginen (Zucchini oder Pilze) mit Erbsenreis

    Salatteller mit Chiasamen, Hanfsamen, Leinsamen, Kürbiskernen oder Sesam


    Ich hab mir angewöhnt, in jedem Restaurant, das ich besuche, zu fragen, ob es nicht auch etwas ohne Tier gibt, vielleicht sollten das auch andere vermehrt machen? Man kann ja daheim ein Stück ausgewähltes Fleisch essen, das nicht aus Massentierhaltung kommt, zumal man in den meisten Restaurants ja nicht einmal weiß, woher die Produkte kommen, bzw. was gefüttert wurde. Der Gesundheit, dem Tierwohl und der Umwelt wegen.




  • Als ich jeweils wegen eines Wespenstiches im Krankenhaus gelandet bin, gab es auch Essen.

    Weil ich versuche, nichts aus Massentierhaltung zu essen, hab ich nach etwas veganem gefragt, es gab nichts, außer einmal einen Apfel, der war innen leider faul. Ich hab also jeweils gar nichts gegessen, zum Glück war ich nur ein paar Stunden da.


    Eigentlich traurig, dass es nur tierisches im Krankenhaus gibt, da man ja inzwischen weiß, man soll nicht immer nur Fleisch oder Milchprodukte essen.

  • Diesmal auf der Schiffsreise von Wien nach Bratislava musste ich meinen Vorsatz aufgeben, auswärts immer vegan essen zu wollen. Denn das Essen war im Preis inbegriffen und es gab absolut nichts Veganes, nicht einmal einen Salat.


    Ich hab kurz überlegt und mich entschieden, alles zu essen, was angeboten wurde, das bedeutete, Rindfleisch, Schweinefleisch, Fisch aus Auqakultur, Geflügel, Eier und jede Menge Milchprodukte, angefangen morgens mit Butter und Quarkaufstrich, zwischendurch Kuchen und Strudel mit Topfen und Vanillesauce, Sahnesauce, Käse und Parmesan, ich hab voll zugelangt.


    Im Laufe das Tages hat dann die Müdigkeit voll bei mir zugeschlagen, nachmittags hab ich ein Schläfchen in der Sonne gehalten und abends auf dem Heimweg hab ich im Auto auch geschlafen. Ich hab am nächsten Tag mit Bioresonanz getestet, prinzipiell hat mir das Rindfleisch sogar gut getan, allerdings nicht die Medikamente, die es angezeigt hat, könnten aber auch in der Milch gewesen sein. Ich hab jetzt die ganze Woche zur Erholung gebraucht, soviel rotes Fleisch und Milch esse ich sonst nicht einmal im ganzen Jahr.


    Aber es hat geschmeckt und ich verstehe auch, dass in der Gastronomie so gekocht wird, denn einen Braten ins Rohr schieben ist einfacher als Gemüse oder Pilze waschen, putzen und zu schnipseln und vom Preis brauchen wir erst gar nicht reden, denn selbst Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Kerne, ....sind viel teurer als Fleisch und Milch.


    Wann erkennt die Politik, dass man biologisches Gemüse fördern muss und die Arbeit der Menschen damit und nicht immer nur die Massentierhaltung?

  • So geht es uns hier auch.

    Ein Kilo roter oder gelber Paprika kostet ( nicht immer, aber meistens ) zwischen 20 000.- und 34 000.-, ein Kilo Schweinefleisch gibt es schon ab 13 000.-

    Auch das andere Gemüse ist im Verhältnis zum Fleisch teuer.

    Tomaten um die 8 000.-, Kartoffeln um die 6 000.- Karotten auch um den Dreh rum.

    Auch Auberginen, Rote Bete, grüner Paprika gibt es kaum unter 7 000.-

    Von Broccoli, Blumenkohl, Mangold usw. will ich lieber nicht reden.

    Ein Kilo Trauben kostet soviel wie ein Kilo Ossobuco, um die 14 000.-, und das andere Obst ist nicht viel günstiger.

    Dabei haben wir noch das Glück, daß Rindfleisch nicht aus der Massentierhaltung kommt.

  • Auch das andere Gemüse ist im Verhältnis zum Fleisch teuer.

    Das ist eben nicht richtig, egal ob man jetzt Veganer, Auraner oder Omnivore ist.

    Denn die Schulmedizin bzw. Wissenschaft weiß inzwischen, dass zuviel Fleisch und Milch ungesund ist, auf alle Fälle das aus Massentierhaltung und dann fördert die Politik trotzdem die Massentierhaltung, warum?


    Ist doch klar, dass ein Gastronom auf den Preis achten muss. Auf der Schiffsreise gab es auf dem Fisch und am Schnitzel nicht einmal eine Spalte Zitrone, ist auch klar, warum: Es waren ein paar Hundert Menschen zu verköstigen, ein paar Steigen Zitronen sind immens teuer, die würden den Gewinn schmälern und kein Lob erbringen, denn die meisten Menschen schauen dann doch, wie groß das Schnitzel ist und nicht ob da eine Zitrone fehlt.


    Es ist ein Teufelskreis, ich bin froh, dass ich kein Wirt mehr bin. Du kannst ja auch keinen bezahlen, der Gemüse schnipselt, der Gast würde den Preis nicht bezehlen und es mag auch keiner solch niedrige Arbeiten machen, wenn er fürs Nichtstun mehr bekommt.

  • Das ist eben nicht richtig, egal ob man jetzt Veganer, Auraner oder Omnivore ist.

    Die Leute schauen aber nur auf den Preis.

    Wie du sagst: die Größe des Schnitzels ist ausschlaggebend und nicht die Menge der Beilagen.

    Schon der Begriff "Beilage" sagt doch schon alles.

    Das FLEISCH ist die Hauptsache, alles andere ist Garnitur.

    Da die meisten Menschen hier recht wenig Geld haben, kaufen sie halt lieber zwei Kilo Schweinefleisch für 30 000.- als ein Kilo Paprika für 34 000.-.

    Für die meisten Leute hier ist Fleisch sehr wichtig. Denn das gibt es meist nur an Sonn- und Feiertagen in einer Menge, daß sie auch was davon haben.

    Auf dem Land sieht das tägliche Essen so aus: 200 bis 500 g Knochen mit ein wenig Fleisch dran, 1 Zwiebel, eine grüne Paprika, 2 Karotten, 1 bis 2 Kartoffeln, ein kleines Stück Kürbis ( alle Gemüse winzig klein geschnitten, damit man es ja nicht sieht und schmeckt ) und eine Handvoll Kernebohnen werden in einem Topf auf dem Holzfeuer binnen etwa 30 Minuten gekocht ( Brennholz und Holzkohle sind teuer, deshalb muß es schnell gehen ). Das ist dann das Essen für eine ganze Familie. Zur Abwechslung werden die Bohnen durch Locro ( geschroteter Mais ), Reis, Nudeln ersetzt.

    Dazu gibt es Brot und Mandioka.

    Wer es sich leisten kann macht dann am Sonntag einen Asado, d.h. es wird gegrillt.


    Seit einiger Zeit versuchen die jungen Stadtleute ihren Landsleuten das Gemüseessen schmackhaft zu machen.

    Das wird hier allerdings noch sehr lange dauern, bis es mal soweit ist, wenn überhaupt.

    Es gibt inzwischen sogar zertifizierte Ökobauern, die ohne Agrargifte produziern. Leider sind deren Preise für die Mehrzahl der Pyos jenseits von Gut und Böse.

    Es passiert mir im Super oft, daß mich Verkäufer oder Kunden fragen, was man denn "damit" ( verschiedene Gemüse ) machen könne. Sie kennen es nicht und wissen nichts damit anzufangen.


    Die meisten Pyos sind Experimenten in Sachen Essen abgeneigt. Sie wollen noch nicht einmal etwas versuchen, was sie nicht kennen.

    Eine rühmliche Ausnahme ist unser Angestellter. Der isst alles, sofern er weiß, daß ich es gekocht oder gebacken habe.

    Er mag sogar meine Gemüseeintöpfe, obwohl die Gemüsestücke groß sind.


    Ich weiss ja nicht, wie ihr es haltet, aber zu einem Essen gibt es entweder gar kein Fleisch oder Fleisch/Fisch oder Käse oder Ei. Jedenfalls nicht alles zusammen.

    Außer bei Fisch, da darf es gerne auch etwas mehr sein, beläuft sich bei uns der Fleischanteil pro Person auf 50 bis 100g.

  • Ja, damit habe ich auch ein Problem.Ich weiß oft nicht, was ich "auswärts" essen soll/will. Und immer "Gemüselaibchen" werden halt auch fad.Bin kein reiner Vegetarier,. Ich esse in der Gastronomie keinen Meeres-Fisch , und aus Aquakultur sowieso nicht mehr, seit ich weiß, was das ist. Außerdem hat mein Neffe Fischteiche, da bekomm ich sie immer frisch und die sind ein Traum. Fleisch ist auch nicht mehr das, wie früher. Es kommt alles vom Großhandel und niemand weißwoher und was es sich schon "mitgemacht" hat. Geflügel gibts nur mehr aus Massenproduktion, Wild geht, aber eben nur saisonal..und da ist mir der Beilagenteller am Liebsten...in unserem "Dorfwirtshaus" gabs halt "früher" nach dem Eisstockschießen oft "gebackene Speckknödel" oder so ein "Bratl in der Rein", mit Knödel, Kartoffel und warmen Krautsalat aus dem Holzofen, das war ein Gedicht und die Wirtin hatte das Fleisch vom Metzger im Ort, und der von den Bauern . Das war immer ein Gedicht. Aber irgendwann hab ich dann nur mehr das "vegetarische Bratl" gegessen...Knödel ,Kraut, Saft und Erdäpfel und vielleicht ein kleines Stückerl Fleisch, weil das Fleisch einen anderen Geschmack hatte, den ich nicht riechen konnte.

    ,Neuer Pächter...neue Küche..Burger und TK-Pizza und "Skihüttenkost" aus der Mikro. Das wars dann für mich.

    Mich stört auch meist, dass die Fleisch-Portionen viel zu groß sind, bei den Beilagen aber gespart wird. Ist sicher eine Preisfrage.

    Das einzige Restaurant, wo ich wirklich mit gutem Gewissen "blind" essen würde, das ist ein 4* Haubenlokal , wo ich dem Koch bei einem Plauscherl am Küchentisch oft auf "die Finger " schauen konnte, wenn ich ihm die Wildkräuter von meiner Wiese und Garten lieferte. Er "sucht" sich bei seinen Rohstoffen, die er verarbeitet wirklich das Beste und aus der Region. Fische kommen aus dem Fluß(sauber) vor der Tür. Nur 140€ für 6 Gänge + Wein ist halt auch nicht ohne. Pro Person versteht sich.

    Viele traditionelle Gasthäuser, die wirklich gute regionale Küche lieferten, sind mangels Nachfolger am Zusperren. Was kommt ist meist fast-food aus dem TK und Mikro. Und da geh ich grad so gern zum "Naschi" unserem "Pizzamann," (Familienbetrieb) der mit Hingabe frisch macht und das beste Salatbuffet besitzt weit und breit..nicht aus der Dose! Der geht auch bald in Pension.

    Wirklich gutes Personal ist auch kaum mehr zu kriegen, Service ist anstrengend, keine Frage, hab das in jungen Jahren auf Saison in D und CH gern gemacht, Küche ebenso und heute gibt´s auch keine 120 Stunden-Woche mehr, wie damals. Die Gäste schauen sehr genau auf den Preis, nicht auf das, was sie dafür bekommen.

  • Da haben wir halt den Vorteil, daß das Fleisch ( wenn nichts anderes dabei steht bedeutet das hier Rindfleisch ) ausschließlich von grasgefütterten Rindern kommt.

    Das einzige Problem ist, daß man nie weiß, wie alt das geschlachtete Rind war.

    Man kann Glück oder Pech haben.

    Schwein kaufe ich eh nur in der Nachbarschaft und Geflügel auch. Ebenso die Eier, die von wirklich freilaufenden Hühnern sind.


    Meine Schwester war von 2013 bis 2017 in Deutschland. Sie mochte dort kein Fleisch essen. Sie erzählte, als sie dort ankam, holte sie eine Freundin ab und abends gab es Schweineschnitzel. Den ersten Bissen hat sie ausgespuckt und gesagt: Nicht essen, das Fleisch ist schlecht! Ihre Gastgeberin probierte und sagte: Spinnst du? Das schmeckt doch total lecker!

    Anscheinend wissen die Deutschen nicht mehr, wie richtig gutes Fleisch schmeckt, weil sie den Geschmack dieses Fabrikfleisches schon so gewohnt sind.


    Essen gehen wir eher selten, denn wegen eines Essens fahren wir nicht extra irgendwo hin.

    Ein anderes Problem ist, daß die meisten Restaurants erst abends offen haben und wir essen abends normalerweise nichts

    mehr.


    Bei den heutigen Wirten scheint es wohl auch schon so zu sein wie in den Privathaushalten.

    Sie denken, sie könnten kochen, wenn sie es schaffen, eine Dose und eine Tüte aufzumachen und das ganze erhitzen können, ohne daß es anbrennt.

    Alles nur noch Convenial Food. Packung aus dem Freezer nehmen, rein in die Mikrowelle, auf den Tisch und schon ist "gekocht".


    Fertigzeug habe ich in meinem Leben viel zu oft essen müssen. Ich hoffe, daß ich den Rest meines Lebens kein EPA oder MRE mehr sehen muß.

    Seit ich die Zeit und die Gelegenheit dazu habe, koche ich aus frischen Zutaten selbst.


    140 Euro für ein Essen ist schon viel Geld. Auch wenn es ein 6-Gänge-Menü ist.
    Der Durchschnittsverdiener hier verdient noch nicht mal soviel, wie ihr da für 2 Personen ausgeben müsst.


  • Ich finde das auch sehr schwierig auswärts zu essen. Im Hotel mit Buffet morgens, das geht recht gut, mittags greife ich gerne auf Gemüsesuppen zurück oder bestelle mir eben nur eine kleine Portion Fleisch und lieber noch einen zweiten Knödel dazu, irgendwie krieg ichs dann schon immer hin, dass ich einigermaßen satt werde. Am liebsten esse ich in der Dorfkneipe in der Nähe, da hat der Wirt seine eigenen riesig großen Fischweiher und da gibt's eigene Karpfen und Forellen...


    Ich finde es tragisch, dass überall Industriefleisch in großen Mengen angeboten wird, Massen an Wurst, Käse (auch Industriemilch), Fische aus Aquakultur, auf jedem Fest, auf der Weihnachtsfeier, auf der großen Geburtstagsfeier von Weißwürsten bis Spanfernkeln, oder in der Gemeinde beim Grillfest, oder sogar Saukopfessen beim Sportverein, finde ich abschreckend und ekelig.


    Mich machts total wütend, dass es so weit kommen musste, dass wir nicht längst Tierschutzgesetze im Land haben, die die Massentierhaltung verbieten. Aber ja, dann würde ja die liebe, hochgelobte Wirtschaft zusammen brechen. Es hätte einfach gar nie soweit kommen dürfen.


    Ich war kürzlich im Krankenhaus für 6 Tage und kann hier sogar ein wenig Positives berichten übers Essen. Das war eine kleine Klinik in Niederbayern mit eigener Küche. Zum Frühstück konnte man vorbestellen, ich nahm jeweils 2 Vollkornbrötchen, Butter, Zuckerrübensirup, Marmelade, 1 Stck. Obst und 1 Naturjoghurt.


    Mittags konnte man auch wählen, es gab fast immer eine Gemüsesuppe im Vorfeld, zum Hauptgang nahm ich immer was mit Gemüse und konnte sogar angeben, dass ich nur Gemüse ohne Fleisch / Fisch wollte, bzw. mit Reis oder was so angeboten wurde.


    Vor Kartoffeln graut mir mittlerweile auch in Gaststätten, da es sich meist in Konservierungsmitteln eingelegte bereits vorbereitete Ware handelt, die der Wirt dann nur noch erwärmt, bei Ofenkartoffeln ist das auch oft so.


    Abends wählte ich Salat mit 2 Scheiben Brot und Butter und veganem Aufstrich (war portionsweise abgepackt, so wars möglich die Zusatzstoffe zu lesen, war o.k.), und ab und an etwas Frischkäse,

    somit kam ich mit diesem Krankenhausaufenthalt gut zurecht, Tee gabs den ganzen Tag umsonst, konnte man am Gang selbst zubereiten oder brachte die Schwester bei Bettlägrigen und sogar der Kaffee schmeckte prima, da hatte ich Glück.

  • Am liebsten esse ich in der Dorfkneipe in der Nähe, da hat der Wirt seine eigenen riesig großen Fischweiher und da gibt's eigene Karpfen und Forellen...

    Leider werden diese Fische in Fischteichen auch meistens mit Fischmehl gefüttert, welches giftiges Ethoxyquin (Konservierungsmittel) enthält. Die Fischteichbesitzer wissen das meistens nicht einmal, sie fütten halt wie alle das tun.

    Ich war kürzlich im Krankenhaus für 6 Tage

    Zum Frühstück ....Butter, ...1 Naturjoghurt.

    Mittags ....Gemüsesuppe ..

    Abends ....Brot und Butter und .... etwas Frischkäse,...

    Mara, aber was hättest du gegessen, wenn du keine Milchprodukte essen hättest wollen?

    In der Gemüsesuppe ist vermutlich auch Sahne drinnen, die wurde mir auch angeboten und bestätigt, dass Sahne drinnen ist.

    Und diese Butter, Naturjoghurt, Frischkäse, .... waren bestimmt auch nicht bio.

  • Leider werden diese Fische in Fischteichen auch meistens mit Fischmehl gefüttert, welches giftiges Ethoxyquin (Konservierungsmittel) enthält. Die Fischteichbesitzer wissen das meistens nicht einmal, sie fütten halt wie alle das tun.

    Das kann schon so stimmen Kaulli, dennoch esse ich hin und da einen Fisch dort, was bleibt einem noch.


    Du hast vollkommen Recht Kaulli, es ist schwierig bzw. unmöglich sich "draußen" gesund zu ernähren, außer man besucht evtl. ein teures veganes Lokal.


    Quote

    Mara, aber was hättest du gegessen, wenn du keine Milchprodukte essen hättest wollen?

    In der Gemüsesuppe ist vermutlich auch Sahne drinnen, die wurde mir auch angeboten und bestätigt, dass Sahne drinnen ist.

    Und diese Butter, Naturjoghurt, Frischkäse, .... waren bestimmt auch nicht bio.

    Das ist richtig Kaulli, aber irgendwas musste ich zu mir nehmen und da griff ich dann eben zu den Dingen, die mir für meinen Verstand / Geschmack noch am annehmbarsten erschienen.

    Was bleibt einem denn schon in einem Krankenhaus übrig (und dann war das wirklich eine recht gute Küche dort und das Essen kam heiß), leider, so verrückt ist unsere Welt und vergiftet sich selbst :(.

  • Das kann schon so stimmen Kaulli, dennoch esse ich hin und da einen Fisch dort, was bleibt einem noch...

    Genau das ist ja das Problem, unter anderem hab ich ja aus diesem Grund dieses Forum gemacht, damit den Menschen bewusst wird, dass sie hauptsächlich und immer tierische Produkte aus Massentierhaltung essen und sie davon möglicherweise auch krank werden.


    Diese Frage: "was bleibt einem noch" oder "was kann man dann essen?" höre ich auch immer wieder.

    Ich hab mir angewöhnt, überall zu fragen, ob es auch etwas Veganes gibt. Wenn das viele machen, wird sich etwas ändern.

  • Essen gehen wir eher selten, denn wegen eines Essens fahren wir nicht extra irgendwo hin.


    Seit ich die Zeit und die Gelegenheit dazu habe, koche ich aus frischen Zutaten selbst.


    140 Euro für ein Essen ist schon viel Geld. Auch wenn es ein 6-Gänge-Menü ist.
    Der Durchschnittsverdiener hier verdient noch nicht mal soviel, wie ihr da für 2 Personen ausgeben müsst.

    Es sind meist bestimmte "Anlässe", (Feiern)die uns ins Gasthaus zum Essen führen. Oder im Herbst ein "Familien-Wild-Essen ", das Tradition hat.

    Ich mag auch nicht extra fahren.

    Zeit und Gelegenheit habe ich seit knapp 25 Jahren!:) Manchmal würde ich halt gern einfach nicht kochen /Restarbeit wollen, sondern mich einfach zum Tisch setzen und essen und dann NIX mehr tun.:)

    Ja der Preis ist (mir auch zu)stolz, daher schaue ich ihm auch nur beim Kochen zu und bringe ihm die "Abfälle" aus meinem Garten..Wildkräuter...und tauschen über den Küchentisch einfach unsere Erfahrungen aus.:)

    Für ein Normalmenü in guter Qualität und keinem Nobelbetrieb ..allerdings nicht 6-Gängig, sondern nur 3 und ohne Getränke ..brauchst du im Durchschnitt 15-20€ , es gibt `s auch schon ab 6€.

  • es gibt `s auch schon ab 6€.

    klar geht das, zumindest wenn ich für mich alleine koche.

    Ich hatte heute Abend etwas Kartoffelstampf (Biokartoffeln vom nahegelegenen Bauernhof) mit etwas Mandelmilch, Salz und Muskat und Blumenkohlröschen von gestern. Nachspeise Gewürzspekulatius und eineinhalb Gläser Biorotwein :wein:.


    Ich wünsche allen eine gute Nacht,

    schlafts gut :sleeping:


    Mara

  • ich meinte als "Lockangebot" im Gasthaus. Daheim krieg ich das auch ohne Probleme hin. Brauch mir selber keinen Lohn für die Mühe zahlen und Angestellte hab ich auch nicht und Steuern , SV-Beiträge holt sich auch niemand davon ab.

    Also irgendwo müssen die dann "sparen", an der Quantität aber sicher nicht.

  • Ich hab mir angewöhnt, überall zu fragen, ob es auch etwas Veganes gibt.

    Und dieses Gemüse ist dann in der Regel totgespritzt und mit einem Giftfilm überzogen.

    Wie unsere Bekannten sagten: Nur weil wir uns vegan ernähren bedeutet es noch lange nicht, daß wir uns gesund ernähren.

    Man hat ( beim Essengehen ) die Wahl zwischen Baal und Beelzebub.

  • Und dieses Gemüse ist dann in der Regel totgespritzt und mit einem Giftfilm überzogen.

    das stimmt, biologisches Gemüse, Salat ...wären auch zu teuer, aber trotzdem hab ich die Erfahrung gemacht, dass Pflanzen bei weitem nicht so belastet sind wie tierische Produkte, immerhin wird Gemüse nicht geimpft und bekommt keine Medikamente, ist bei uns Genfrei und bei Gemüse hält sich mit Mitleid auch in Grenzen.

    Ein Problem ist aber noch das fluorierte Billigsalz, die Erwärmung mit Mikrowelle oder das billige, eventuell alte Fritieröl oder vegane Fertigprodukte, die auch allerhand fragwürdige Zusatzstoffe enthalten.


    Deshalb esse ich auch nur im Notfall auswärts, dann meistens einen Salatteller, alles andere ist für mich selten ein Genuss.


    Ich hab nächste Woche Geburtstag, einen runden, da hab ich deshalb auch Gäste bei mir daheim eingeladen und koche selber für sie. Es gibt aber auch nicht nur veganes, bzw. auranes, sondern Bio-Rindfleisch als griechisches Gulasch "Stifado" mit Semmelknödel oder Spätzle (alles ohne Milch, Sahne....), Suppe mit Kimchi gefüllten Teigtaschen oder Leberknödel (Bio-Hühnerleber), Nachtisch Schokotorte (ohne Butter und Sahne, mit dunkler veganen Schokolade) oder (und) einen Cocktail mit Barcadi, Ananas und Kokosmilch "Pina Colada", diverse Brötchen mit Eiaufstrich und Lachs (keine Wurst und keinen Käse) - auch ein Kompromiss.

  • eventuell alte Fritieröl oder vegane Fertigprodukte, die auch allerhand fragwürdige Zusatzstoffe enthalten.

    Bei Fertigprodukten weiss man eben nie, was wirklich drin ist.

    Ich glaube auch nicht, daß die wirklich alles draufschreiben, was drin ist. Ich meine neben den Zusatzstoffen, die eh nicht deklariert werden müssen.

    Bei Frittiertem bin ich auch sehr vorsichtig, denn da verwenden sie sicherlich das billigste, und das ist ein Gemisch aus verschiedenen Ölen, u.a. Soyaöl, das auch sehr billig ist.

    Und Tofu und solche veganen Sachen esse ich eh nicht.

    Ich esse Gemüse, weil es mir schmeckt und brauche nichts, das so aussieht und schmeckt wie Fleisch.

    Wenn ich Fleisch essen will, esse ich Fleisch.

  • Bei Fertigprodukten weiss man eben nie, was wirklich drin ist.

    Ich weiß es z.B. beim Essig und beim Wein, dass man eine geringe Menge Schwefel nicht deklarieren muss, das war auch er Grund, dass ich vor 10 Jahren angefangen habe, mir meinen Essig selber zu machen, ohne Schwefel. Ich hatte damals eine Histaminunverträglichkeit.

    Ich esse Gemüse, weil es mir schmeckt und brauche nichts, das so aussieht und schmeckt wie Fleisch.

    Wenn ich Fleisch essen will, esse ich Fleisch.

    Ich esse wenig Fleisch, daher eben als Ersatz eben Hülsenfrüchte, Linsen, Bohnen, Erbsen oder Nüsse, Samen, Kerne und manchmal auch Tofu, wobei ich solche Sachen auch irgendwann lieber selber fermentieren möchte, Tofu ist nicht fermentiert, sondern irgendwie anders chemisch behandelt, muss mich da erst wieder schlau machen, fermentierte Sojabohnen wären Natto, das wiederum soll sehr gesund sein, bekommt man hier aber nicht.

  • Ich esse auch wenig Fleisch.

    Aber ich brauche kein Gemüse oder sonstwas, das nur so aussieht und/oder schmeckt wie Fleisch.

    Ich mag den Geschmack von Gemüse und esse es roh oder gekocht, je nachdem wie es halt verwertbar ist.

    Wie schon geschrieben, Soyaprodukte kommen für mich nicht infrage, egal wie sie hergestellt werden.