Fritz-Albert Popp - Biophotonen

  • Fritz-Albert Popp, geboren 1938 in Frankfurt am Main wollte eigentlich Philosoph werden, hat dann aber Physik studiert. Er leitete viele Jahrzehnte ein privat finanziertes Forschungslabor bei Neuss in einer Baracke auf dem Gelände einer ehemaligen Nato-Raketenbasis.


    Bei seinen Forschungen entdeckte auch das schwache Leuchten in lebenden Zellen, ein schwaches Licht mit Wellenlängen zwischen 200 und 800 Nanometern und nannte es Biophotonen. 1975 gelang ihm der experimentelle Nachweis.

    Obwohl die ultraschwache Zellstrahlung mittlerweile bewiesen ist, wurde er Zeit seines Lebens als Scharlatan bezeichnet, seine Arbeit als hanebüchener Unsinn abgetan, er war akademischen Außenseiter und selbst seinen Tod 2018 hat man in den Medien kaum erwähnt und er hat auch keinen Nobelpreis erhalten.


    Popp stellte fest, dass die Eier von Freilandhühnern eine höhere Leuchtkraft aufweisen als die von Hennen aus der Legebatterie. Es sei aber nicht nur die Lichtmenge, sondern auch die Kohärenz des Lichts, die die Qualität eines Lebensmittels bestimmt. An mehr als 200 Lebensmitteln hat er mittlerweile getestet, dass das Leuchten nachlässt, wenn Pflanzen verrotten oder verdaut werden. In einem dämmrigen Raum legt er zum Beispiel ein Hühnerei in das dunkle Behältnis eines Photomultipliers. Eine hochempfindliche Kamera tastet die Probe ab und auf dem Monitor erscheint der Gegenstand mit grün schimmernden Konturen.


    Mit einer einzigen Messung innerhalb von Minuten kann man die Frische von Lebensmitteln bestimmen. Jeder Organismus strahlt je nach Qualität mehr oder weniger Biophotonen ab. Qualität wird also nicht nur von bestimmten Inhaltsstoffen festgemacht, sondern wieviel Lichtteilchen sie abstrahlen.


    Die Lichtmessung, sagt Popp, liefere Aussagen, wo die herkömmliche Inhaltsanalyse versage. Popp führte den Begriff der Information in die Molekularbiologie ein und stellte damit die etablierte Auffassung der Biochemie auf den Kopf. Viele Erforscher vermuten inzwischen, dass unser gesamtes materielles Universum auf Information aufgebaut ist.


    Sonnenlicht ist eine elementare Nahrungsquelle der meisten Lebewesen. Aus ihm beziehen auch wir Menschen auf zellulärer Ebene Energie und ordnende Signale. Nach Popp sind Lebensmittel nichts anderes als Lichtinformation, wir essen also Licht.


    Popp schuf Patente zur Anwendung der Biophotonik für die Qualitätsanalyse von Lebensmitteln, zum Einsatz in der Medizin und zum Nachweis bakterieller Kontamination. Er wurde als Professor an die indischen North-Eastern Hill University, an die Universität im chinesischen Harbin, an die amerikanischen Princeton-Universität und an die Temple-Universität in Philadelphia berufen.


    Seine Forschungen haben sich mittlerweile Wissenschaftler von 14 Universitäts- und Forschungsinstituten in aller Welt angeschlossen und wurden am Ende durch Forschungsaufträge des Staates und von Firmen wie Nestlé, Bahlsen, Beiersdorf, Kraft Foods und Henkel finanziert.


    Popp hält die herkömmlicher Sicht, wonach in Zellen die Planlosigkeit regiert, für absurd. Der Organismus ist kein wimmelndes Chaos von Molekülen, in dem der Zufall entscheidet, ob, wann und wo chemische Reaktionen stattfinden. Experimentell hat Popp festgestellt, dass die Zellen im Organismus über Biophotonen miteinander kommunizieren. Die Photonen, Teilchen und Wellen zugleich, zeigen während der Messphase eine stabile Überlagerung, Interferenz genannt. Sie beziehen sich sozusagen aufeinander und bilden laut Popp ein kohärentes elektromagnetisches Feld, in dem Information ausgetauscht werden.


    Popp glaubt, dass die DNA die Quelle und das Speichermedium des Biolichts ist. Womöglich sei Materie gar kein zusammenhangloser Molekülhaufen, sondern ein komplexer Verband elektromagnetischer Schwingungen...


    Hier nachlesen:

    https://www.ugb.de/forschung-s…ehr-licht-mehr-qualitaet/