Schwarzer Knoblauch

  • Hallo! Habe zu Sylvester eine Knolle schwarzen Knoblauch von meinem Bruder bekommen und bin schwer begeistert davon. Hat jemand von Euch schon mal selbst Knoblauch fermentiert? Bin nämlich auf der Suche nach einem geeigneten Fermenter.

    Möchte allerdings keinen Reiskocher benutzen- gibt für mich keinen Grund nicht einen richtigen Fermenter zu besorgen, weiß aber nicht welcher wirklich geeignet ist (Stromanschluss muss passen etc.)

  • Hola. Fermenter? Ist das ein Gerät zum Fermentieren? Schwarzen Knoblauch fermentierte ich noch nicht - nur Weißen. Zusammen mit Honig ist das ziemlich lecker und im Kühlschrank lange haltbar. Hab noch welchen von 2017 und der schmeckt z. B. zu einem guten Kotelett immer noch. Der Knoblauch-Honig, also die Flüssigkeit, macht sich dann in Frischkäse, Quark oder Salat ganz gut.

  • Habe zu Sylvester eine Knolle schwarzen Knoblauch von meinem Bruder bekommen und bin schwer begeistert davon. Hat jemand von Euch schon mal selbst Knoblauch fermentiert?

    Ich habe schon davon gelesen, aber es noch nicht versucht und mich noch nicht näher beschäftigt. Wozu genau braucht man den Fermenter und was kann der?

    Wird der Knoblauch unter Luftabschluss fermentiert?

  • Der weiße Knoblauch wird beim Fermentieren schwarz. Zumindest bei mir.
    In Waldhonig und das Glas immer wieder umdrehen, sodass der Knobi bedeckt ist. Steht bei mir nach abgeschlossener Fermentation in der Küche, also nicht im Kühlschrank. Ich löffel den Honig gerne auch einfach so, total lecker.

  • Der weiße Knoblauch wird beim Fermentieren schwarz. Zumindest bei mir.
    In Waldhonig und das Glas immer wieder umdrehen, sodass der Knobi bedeckt ist. Steht bei mir nach abgeschlossener Fermentation in der Küche, also nicht im Kühlschrank. Ich löffel den Honig gerne auch einfach so, total lecker.

    Das bedeutet, man muss den Knoblauch nur schälen und mit Honig bedeckt halten?

    Das wäre ja einfach. Wie lange etwa dauert die Fermentation?

  • Hm, sicher interessant Knoblauch in Honig zu fermentieren.


    Für den schwarzen Knoblauch benötigt man frischen Knoblauch, Bio (und regional) wenn möglich und einen Fermenter. Darin wird durch Wärme und Wasserdampf der Knoblauch etwa 12 Tage fermentiert. Anschließend kann man ihn trocknen, das ist Geschmackssache. Ich mag ihn cremig gerne. Schmeckt dann nicht mehr scharf sondern süßsauer, etwa wie saure Trockenpflaume. Der typische Knoblauchgeruch ist weg, auch der Körpergeruch bleibt normal, im Gegensatz zum frischen Knoblauch. Die Wirkungen sollen aber erhalten bleiben.

    Man kann ihn dann auch für sowohl für Herzhaftes als auch für Süßes verwenden.

    Ich finde schwarzer Knoblauch ist definitiv eine Bereicherung für die Küche!

  • Also ich hätte da Bedenken mit der Herstellung von Black Garlic im Fermenter.

    Daß man die Knollen in Alufolie einwickeln muß, wäre für mich persönlich ein Grund, ihn nicht zu essen.

    Außerdem würde ich kein elektrisches Gerät 40 Tage lang ununterbrochen laufen lassen deswegen.

  • Daß man die Knollen in Alufolie einwickeln muß, wäre für mich persönlich ein Grund, ihn nicht zu essen.

    Danke für die Info. So weit habe ich noch gar nicht geschaut.
    Ich fand einige Beiträge darüber interessant, mich hielt dann vom Kauf einer Kostprobe ab, dass es in bio nur welchen aus Italien gibt -und da weiß man auch nicht, ob der nicht ursprünglich aus China kommt und in Italien nur "veredelt" wird- und bei Obst und Gemüse, welches auch in D wächst, kaufe ich schon einige Jahre ziemlich konsequent nichts aus dem Ausland, zumindest, wenn es ersichtlich ist, wo es herkommt. Bei verarbeiteter Ware ist da ja nur selten nachvollziehbar, aber auch da verzichte ich immer öfter. Mir fällt das nicht schwer, es hat irgendwann klick im Kopf gemacht, dass ich das für mich nicht möchte. Fertig.

  • Also ich hätte da Bedenken mit der Herstellung von Black Garlic im Fermenter.

    Daß man die Knollen in Alufolie einwickeln muß, wäre für mich persönlich ein Grund, ihn nicht zu essen.

    Außerdem würde ich kein elektrisches Gerät 40 Tage lang ununterbrochen laufen lassen deswegen.

    Ich habe gelesen, man kann auch einen Reiskocher nehmen, den habe ich noch herumstehen und nicht in Verwendung.

    Angeblich braucht man ihn hierbei nicht in Alufolie wickeln.

    Man müsste ausrechnen, wie hoch der Energieverbrauch ist, vielleicht nicht so hoch, weil die Temperatur ja kaum entweicht, wenn der Kocher gedämmt ist, die Temperatur von 60° (oder bis 80°) muss ja nur konstant gehalten werden.

    Manche sprechen auch von 20 Tagen, bis er fertig fermentiert ist.


    Und ich frage mich, welche Art von Fermentation das sein soll, bei 80° leben ja keine Bakterien mehr, der Knoblauch verkohlt ja eher. Ist Kohle erzeugen eine Fermentation? Könnte man den Knoblauch dann nicht auch räuchern?


    https://www.schwarzer-knoblauch.org/herstellung/


    Bei Alibaba könnte man ihn auch in Bio (organic) kaufen:

    https://german.alibaba.com/tra…h+organic&viewtype=G&tab=

  • Der weiße Knoblauch wird beim Fermentieren schwarz. Zumindest bei mir. ...

    :/ Meiner wird eher braun? Ausgangsmaterial war vor 2 Jahren Dorfbio-Knoblauch aus eigener Ernte und SM-Honig.



    In Alufolie wickel ich nix mehr ein, was ich essen möchte. Weder die Forelle für den Backofen, noch die Kartoffeln für das Lagerfeuer. Soll wohl nicht so gesundheitsfördernd sein, die Alufolie. Um das Handy rum leistet sie aber gute Dienste, denke ich. aluhut-smilie

  • Ich denke, dass der Knoblauch in Honig etwas anderes ist als der erhitzte fermentierte Knoblauch, aber ich werde auch einen ansetzen.


    Habe eine interessante Seite entdeckt:

    https://www.japan-experience.c…kuro-ninniku-black-garlic


    Der schwarze Knoblauch, auf Japanisch kuro ninniku werden ganze Knollen zwischen 60 und 77 ° für mindestens 2 Wochen und bis zu 60 Tagen unter Luftfeuchtigkeit von 70% bis 90% erhitzt.


    Die Veränderung von Geschmack, Textur und Farbe der Knoblauchzehen ist das Ergebnis dieser sehr langsamen Karamellisierung, der sogenannten "Maillard-Reaktion", einer chemischen Reaktion zwischen Zucker und Proteinen, die beim Kochen eines Lebensmittels auftritt. Während die Zehen eine Kohlefarbe annehmen, bleibt die äußere Schale weiß.


    Die antioxidative Wirkung (Antioxidantien sollen verzehnfacht werden) soll bei der Bekämpfung freier Radikale helfen, das Immunsystem stärken, den Cholesterin- und Triglyceridspiegel und den Blutdruck senken und das gute Cholesterin erhöhen und auch bei der Bekämpfung einiger Krebsarten helfen.


    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich einen selber herstelle oder einfach einen kaufe, da würde ich ihn aus Japan oder Korea bestellen, das verbraucht vermutlich weniger Energie, weil er dort wohl in großen Mengen hergestellt wird.

  • ... ich kannte den "kandierten" schwarzen Knobi vorher nicht, deshalb war meine Antwort völlig am Thema vorbei und fehl am Platz.

    Vielleicht wird er ja auch im Honig fermentiert, deshalb passt das schon, ich hab mich mit beiden Arten noch nicht beschäftigt.

    Ist er innen auch schwarz oder nur außen?


    Meinen Knoblauch esse ich hauptsächlich roh und eben ins Kimchi kommt er auch mit rein, da wird er auch fermentiert.


    Ich hab auch noch etwas flüssiges Kimchi über, einfach Saft, der zuviel war. Vielleicht kann ich auch da Knoblauch reingeben und sehen ob er auch schwarz wird?


    Es muss doch auch eine traditionelle Art geben, Knoblauch zu fermentieren, angeblich machen das die Koreaner und Japaner schon seit mehr als 4000 Jahren, die hatten vermutlich auch keinen Fermenter, ich hab aber dazu nichts gefunden.

  • Auch im Fermenter muss man den Knoblauch nicht in Alufolie wickeln. Das würde ich nicht machen. Dass es keine "richtige Fermentation" ist wusste ich, er wird aber trotzdem als fermentierter Knoblauch bezeichnet.

    Er kann nach 12 Tagen bereits verwendet werden.

    Die frischen Knollen bekomme ich von einem regionalen Biobauernhof Kiloweise.

    Die Frage wie er traditionell gemacht wurde würde mich auch interessieren. Das muss sehr aufwändig sein.

    Milchsauer eingelegten Knoblauch mache ich auch- das eine schließt ja das andere nicht aus...

  • Ich habe mir tatsächlich welchen bestellt und finde den Geschmack super. Bin in meinem ganzen Leben noch nie, also wirklich noch nie! nachts aufgestanden, um irgendwas zu essen. Letzte Nacht trieb mich ein Heisshunger auf schwarzen Knoblauch aus dem Bett und daraufhin hatte ich vor, mir heute die nötige Ausrüstung zu bestellen, um selber welchen herzustellen.

    Nachdem ich nun ein bissel recherchiert habe, ist der fertige Knobi nicht sehr lange haltbar, müsste eingefroren werden und das möchte ich nicht. Ob Vakuumieren auch reichen könnte?

    Ich dachte, wenn ich das Gerät einmal richtig voll mache und dann einen Vorrat für ein paar Monate habe, ist das mit dem Stromverbrauch vertretbar und bei der Alufolie hoffe ich einfach, dass die Aussenhaut der Knolle einiges zurückhält.

    Hm, bin mir nun gar nicht mehr so sicher...

  • Hallo Griseldis,

    ich weiß auch nicht, wie man den sonst haltbar machen könnte, ich verstehe nicht einmal, wie da die Fermentation genau abläuft.

    Aber ich habe auch großes Interesse daran, ich tendiere, mir welchen aus Fernost zu bestellen, denn ich vermute, Firmen beziehen den auch von dort und wenn due sagst, der schmeckt, bestelle ich gleich ein paar Kilogramm.

    Ich befürchte, der schmeckt mir und meiner Familie auch. Drei Knollen sind ja gerade mal zum Probieren.