Zukunftsvorstellungen

  • Ja, ich hatte mal so einen Gast um 3 Uhr in der Früh,

    :) Dieses Beispiel ist aus der Geldsystemwelt, versuch dich mal ganz kurz davon zu lösen,

    ich weis:

    Welche "Geldbörse" verwendet man da, wie verhandelt man und wann, vorher oder nachher?

    ^^ es ist voll schwer für uns das nachzuvollziehen.;)

    Gar keine Geldbörse Kaulli.:)

    Die Kneipe würde nicht dir gehören sondern allen, aber vielleicht würdest du - Weil du Bock drauf hast zweit Tage in der Woche hinterm Tresen stehen. Und dann auch mal davor und du würdest dein Bier einfach bekommen. Und dein Brot und deine Wurst, und eine Wohnung..... und und und. Und Du hättest vielleicht ne drei Tage Arbeitswoche mit drei verschiedenen Jobs, oder auch nur einem... dein Ding....^^Stopp Rati das war schon zuviel.

    Bitte bedenke das ist nur eine Utopie und rein philosophisches Geplänkel... allerdings Demokratie war auch erst so was.8)


    Grüße Rati

  • Die Kneipe würde nicht dir gehören sondern allen, aber vielleicht würdest du - Weil du Bock drauf hast zweit Tage in der Woche hinterm Tresen stehen....

    so ein Blödsinn, sorry, denn natürlich stellen sich Menschen es lustig vor, hinter der Theke zu stehen, aber das sieht nur lustig aus, muss es auch, sonst steht man fast alleine da. Damit man hinter der Theke nur "stehen kann", muss dazu wenig los sein, denn normalerweise rennt man, schenkt Getränke ein, wäscht die Gläser, wechselt das Bierfass oder holt die nächste Kiste Bier aus dem Kühlhaus ... bzw. ist man Verkäufer, Zuhörer, Unterhalter, Streitschlichter, Tröster, ...


    Es ist anstrengend ein guter Barkeeper zu sein, schlechte gibt es genug, aber mit denen überlebt kein Lokal, das ist der Untergang und die Pleite.

    Wer putzt dann die Toilette, wenn sie ein Gast vollgekotzt hat, wenn Arbeit freiwillig ist,? - Das macht heute nicht einmal die Kellnerin, sondern der Wirt, denn die Putzfrau, wenn man eine hat, kommt nicht mitten in der Nacht.


    Aber ich lese und höre solche Dinge auch, aber hat mit Praxis nichts zu tun.

  • Natürlich könnte man Waren und Dienstleistungen tauschen, ist aber irgendwie mühsam, das Bier mit Schweinefleisch zu bezahlen und wie gibt man raus?


    Welche "Geldbörse" verwendet man da, wie verhandelt man und wann, vorher oder nachher?

    ...keine Geldbörse, und auch kein direktes Tauschgeschäft - es gibt andere Modelle, die sich in der Vergangenheit bewährt haben.


    Früher, bei den Sammlern und Jägern, haben die Menschen alles geteilt, bevorzugt natürlich das Essen.

    Später, bei den (Hack-)bauern gab es so eine Art Kreditsystem, auch noch bis in die Zeit ca. 60er Jahre, bevor es Supermärkte gab.

    Heute gibt es in traditionellen weiblichen Gesellschaften (Mexico) so eine Art Rund-um-Feste durchs Dorf, so daß der Überschuss unter den Menschen zirkuliert.


    Literatur gefällig?


    * Schulden. Die ersten 5000 Jahre - David Graeber

    * Arm und Reich - Jared Diamond

    * Das Dorf und die Welt - Maria Mies

    * Juchitan. Stadt der Frauen - Veronika Bennholdt-Thomsen

    * Geld oder Leben - Veronika Bennholdt-Thomsen

  • Früher, bei den Sammlern und Jägern, haben die Menschen alles geteilt, bevorzugt natürlich das Essen...

    ja, so etwas geht schon, wenn es nur um Essen und Kleidung geht und im kleinen Rahmen oder innerhalb der Familie.


    Aber wir kaufen exotische Gewürze, Nüsse, Früchte, Kaffee, Tee, ... auf die ich auch nicht verzichten möchte, haben Gasheizung, Auto, TV, Handy, fahren in den Urlaub... und hauptsächlich erwerben wir Produkte des täglichen Lebens, Kleidung, Schuhe, Elektrogeräte,... aus Billiglohnländern, Futtermittel von anderen Kontinenten, billige Erntehelfer aus dem Ausland.


    Wie soll das da gehen?

  • Moment mal, heist das du hast keine Freude an deinem Job?:)

    Natürlich ist es anstrengend einguter Barkeeper zu sein (ich hab jahrelang in Diskos gearbeitet) aber nur weil es anstrengend ist, heist es doch nicht das es nicht auch erfüllend und befriedigend sein kann.

    Erst recht nicht, wenn du dabei nicht ständig existenzielle Ängste mit dir rumträgst.

    Und so ist das auch allgemein mit der Arbeit (auch für die Putzfrau welche die Kotze weg macht, ).

    Ja, viele haben auch beschwerden aber bei genauer Nachfrage, stehen die im direkten Zusammenhang mit dem Zeitaufwand und den Leistungsdruck durch den Zwang arbeiten zu müssen um zahlungsfähig zu sein.

    ja, so etwas geht schon, wenn es nur um Essen und Kleidung geht und im kleinen Rahmen oder innerhalb der Familie.


    Aber wir kaufen exotische Gewürze, Nüsse, Früchte, Kaffee, Tee, ... auf die ich auch nicht verzichten möchte, haben Gasheizung, Auto, TV, Handy, fahren in den Urlaub... und hauptsächlich erwerben wir Produkte des täglichen Lebens, Kleidung, Schuhe, Elektrogeräte,... aus Billiglohnländern, Futtermittel von anderen Kontinenten, billige Erntehelfer aus dem Ausland.


    Wie soll das da gehen?

    genau wie Heute, nur ohne Preisschild im Laden, und ohne Kasse am Ausgang. :)


    Grüße Rati

  • Bevor ich jetzt ausführlich antworte, möchte ich gern wissen, wen Du mit wir meinst. Dich oder Dein Dorf/Stadt, oder die Menschen in Deinem Land, in der EU?

    In erster Linie natürlich ich und meine Familie, aber auch die meisten anderen Menschen, weil ich weiß, dass die meisten Kaffee oder Tee trinken, Gewürze wie Pfeffer, Ingwer, Koriander, Muskatnuss, Curry verwenden und Elektrogeräte und andere Produkte des Alltags, wie Kleidung, Spielwaren, Schuhe .... werden inzwischen nun mal in China, Indien, Bangladesh, ... erzeugt.

  • Moment mal, heist das du hast keine Freude an deinem Job?:)

    Natürlich ist es anstrengend einguter Barkeeper zu sein (ich hab jahrelang in Diskos gearbeitet) aber nur weil es anstrengend ist, heist es doch nicht das es erfüllend und befriedigend sein kann.

    Erst recht nicht, wenn du dabei nicht ständig existenzielle Ängste mit dir rumträgst.

    Es ist normal, als Unternehmer, wenn man es nicht vererbt, sondern mit Schulden aufgebaut hat, auch existentielle Ängste zu haben. Freude am Job hat man natürlich auch, aber eben nicht nur, das meiste ist eben harte Arbeit und als Arbeitnehmen kann man jederzeit kündigen, was man als Unternehmer mit Schulden eben nicht kann.

  • siehst du, wenn du nicht mehr der Alleinverantwortliche Unternehmer wärst sondern die Gemeinschaft das Risiko trägt (wie zB ehrenamtliche Arbeit in einem Jugendzentrum - Kosten trägt die Gemeinde-) Und du das auch nicht alleine machen müsstest, also die harte Arbeit auf ausreichend Schultern verteilt wird, und du auch keine sorgen haben must, falls du kündigen möchtest oder es aus irgendwelchen Gründen im Kollektiv nich so klappt und du nicht erwünscht bist, könntest du die Arbeit und dein Leben und dich selber doch möglicherweise ungezwungen und genussvoll erleben.:)


    Grüße Rati

  • siehst du, wenn du nicht mehr der Alleinverantwortliche Unternehmer wärst sondern die Gemeinschaft das Risiko trägt ...

    klar wäre das schöner, aber wer putzt dann die Toilette, wenn sie vollgekotzt ist? :)


    Als ich noch Trucks in den Iran überstellt habe, fuhren wir auch über die Autoput durch Jugoslawien, was damals kommunistisch war, eine Katastrophe, wenn man ein Restaurant besuchte, Toiletten schutzig, Arbeitsmoral furchtbar, unfreundlich, langsam, einfach eine Zumutung!

  • hatte ich doch geschrieben: (sehe gerade ich habe eine meiner geliebten Doppelverneinungen nicht ordnugnsgemäß gemacht, das korrigierte hab ich rot markiert.

    Natürlich ist es anstrengend einguter Barkeeper zu sein (ich hab jahrelang in Diskos gearbeitet) aber nur weil es anstrengend ist, heist es doch nicht das es nicht auch erfüllend und befriedigend sein kann.

    Erst recht nicht, wenn du dabei nicht ständig existenzielle Ängste mit dir rumträgst.

    Und so ist das auch allgemein mit der Arbeit (auch für die Putzfrau welche die Kotze weg macht, ).

    Ach weits du jeder mensch der Kinder hat, ist geübt im Umgang mit austretenden Körperflüssigkeiten aller Art.:)

    du würdest es doch machen, einfach auf Grund der notwendigkeit oder?

    ich würde es machen und wenn in einer Gruppe von menschen ein paar diese Arbeiten machen ohne das sie das als abstoßen betrachten aben sie eine Vorbildfunktion die abfärbt.

    und, wenn einer sagen würde "wenn ich das wegmachen soll, kotz ich daneben" ist das auch kein Problem. es gibt viele Arbeiten zu erledigen und wenn wir die Wertung eines menschen über seine menschlichkeit führen und nicht über seine materiell sichtbare Leistungserbringung, läuft das auch.


    Grüße Rati

  • du würdest es doch machen, einfach auf Grund der notwendigkeit oder?

    ich schon und du vermutlich auch, aber ich kenne sehr viele, die würden sich davor drücken und bestenfalls Arbeiten machen, die Spaß machen und die auch nur so, wie es ihnen eben gefällt und wann sie gerade Lust dazu haben.

    Aus Erfahrung weiß ich, dass es wahnsinnig schwierig ist, gutes Personal zu bekommen.

  • Ich kenne viele, die nur auf den ersten Blick soetwas nicht machen würden, weil keiner versucht hat es ihnen vorzuleben oder mit menschlichkeit zu überzeugen.

    Diese ganze meininge Utopie ist ja auch nix was mit einem Fingerschnipp von jetzt auf Gleich funktionieren kann.

    Dafür braucht es so einiges an Bewustheitsveränderungen.

    Das BGE zB wäre für mich ein guter Anfang um Vertrauen und denkfreiheit zur Bewustseinsänderung zu schaffen.

    So, jetzt muß ich mich echt ausloggen, ich muss ja noch meine Pflichten der Leistungsgesellschft erfüllen.:hilfe:;)


    Grüße Rati