Meine Eltern hatten als dritte im Dorf ein Telefon. Und als zweite ein Auto. Das war so um 1960 rum. Da war ich ein Jahr alt.
Wir Kinder durften das Telefon allerdings nicht anrühren. Auch später nicht, als es für meine Schulkameraden ganz normal war, stundenlang miteinander zu telefonieren. Damals kostete das ja noch richtig Geld. Vor allem die Ferngespräche. Das Telefon musste für die Kunden freibleiben.
Meine Mutter war die meiste Zeit daheim und somit erreichbar. Auch für die Kunden.
Das Auto war nur für meinen Vater und das Geschäft. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß ich je in die Schule gefahren oder abgeholt worden wäre. Die vier Kilometer durfte ich bei jedem Wetter zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen. Da fragte keiner danach, ob es morgens um halb 7 noch dunkel war oder nach 17 Uhr schon wieder.
Ich telefonierte allerdings auch nicht gerne. Das ist bis heute so. Nur wenn ich muss. Also geschäftlich.