Gartenjahr 2023

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    Ich weiß von Gärtnereien, die auch keine Setzlinge mehr anbieten wollen/können, weil das einfach nicht mehr zu stemmen ist. Und der "Süden" kann das alles nicht kompensieren. Also schaut, dass ihr genug Saatgut habt.

    Ich nehme mal das Zitat von Hildegard mit hier rüber, der Aspekt erscheint mir sehr wichtig zu sein. Zu Corona-Beginn sagte mir bereits ein Gärtner, dass er Probleme hat, Jungpflanzen zu bekommen.


    Ich ziehe relativ viel selber vor, aber bei allen Kohlsorten ist bei mir noch reichlich Luft nach oben bei der Jungpflanzenanzucht und bei der Saatgutgewinnung sowieso.

    Gestern kam der Dreschflegel-Katalog, da werde ich über Weihnachten intensiv drin stöbern.

    Ich habe aktuell noch Tomaten, Paprika, eine Aubergine, Kürbisse und Zucchini liegen. Möhren, schwarzen Rettich, rote Bete im Sand bzw. im Hochbeet. Rosenkohl und Feldsalat warten auf die Ernte. Keller ist gut gefüllt, ich habe dieses Jahr wirklich alles in Gläser gepackt, was möglich war und die letzten 3 Tage nochmal Brühe aus Bio-Rinderknochen gekocht und eingeweckt.


    Nach tagelang mit zweistelligen Minusgraden kommt es mir heute bei +8°C schon fast vor wie Frühling.

  • Habe heute die letzten Quitten verarbeiten wollen, die wurden nun langsam gelblich.

    Ja, wollen!

    Woran kann das liegen, wenn bei einigen das Fruchtfleisch braun ist? :/

    Ich glaube, ich hatte auch runtergefallene mit aufgesammelt, das wäre eine Möglichkeit.

    Und dann: sie lassen sich, auch "gereift", furchtbar schlecht schneiden.

    Ich wollte Kompott kochen (eine kleine Restmenge ist jetzt "nur noch" zum sofort Kompott essen da, da wecke ich nichts mehr von ein.

    Ist das "normal"? Schade, da hatte ich mir mehr von erhofft.

    Ansonsten entsafte ich die ab sofort, ich entsafte ja alles, was sich nicht wehrt ^^

    Aber eigentlich war das anders gedacht; ist eine Apfelquitte, Sorte Leskovac.


    Mein Onkel hatte mit seinem "Familienrezept" auch eher nur geprahlt; die machen nichts besonderes, meine Tante mischt die ins Apfel- oder Birnenkompott mit rein.

  • Quitten werden nicht weich. Die sind reif, wenn sie gelb werden und gut riechen. Braun werden sie durch Trockenheit während des Wachstums, die sind deshalb nicht schlecht, können trotzdem verarbeitet und gegessen werden.
    Ich teile Quitten mit einem großen Messer und brauche, um ca. 1,2 kg zu teilen und zu entkernen 15 Minuten, ist also mit etwas Übung und einem scharfen, stabilem Messer auf einem Brett, kein großer Akt. Halbieren, vierteln, bei sehr großen Früchten ev. noch achteln, die Viertel/Achtel quer halbieren, dann bekommt man das Kerngehäuse ohne Verletzungsgefahr gut raus.

    Mir schmeckt Quittenkompott mit Nelke und Zimt gewürzt richtig gut!

  • Gelb waren die ja jetzt, war der Rest.

    Ins heutige Kompott habe ich auch probehalber Nelken getan ;)

    Mal sehen, was das nächste Jahr bringt, ich fürchte ja, der "Befruchterbaum" auf dem Nachbargrundstück ist der Säge zum Opfer gefallen. Die bauen da jetzt (nicht das Grundstück, wo wir die Weintrauben gemaust haben ^^, da hat der Sohn aber auch rabiat die Weinstöcke eingekürzt).

  • Ich hab auch schon Samen bestellt, sicherheitshalber und ein paar ausgefallene Dinge, die ich nicht kenne.

    Werde heuer im Frühling einen Pflanzentausch in der realen Aurastube machen.

    Vom letzten Jahr habe ich schon peruanischen Mais, der schmeckt völlig anders als normaler Mais, allerdings habe ich ihn viel zu spät ausgesät und konnte nur einen kleinen Kolben ernten.

  • wo hast du den peruanischen Mais her? Find im Netz nur einen einzigen Anbieter, der ist mir aber irgendwie zu international....


    will nicht heissen dass ich da generell was dagegen hätt, aber ein nachvollziehbares Impressum sollte schon vorhanden sein...

    Ein Freund meiner Tochter ist mit einer Peruanerin verheiratet und ich hab ihr letztes Jahr ein Stück vom Garten abgetreten, sie hat mir ein paar Samen gegeben, leider war es schon Ende Mai und er ist nicht mehr richtig ausgereift.

    Ich werde es heuer noch einmal versuchen, weiß aber nicht, ob unser Klima dafür gut ist.


    Sie hatte auch Kürbissamen aus Peru, aber die haben mir nicht geschmeckt, sind aber gut lagerfähig.

  • Ich wüßte jetzt nicht, dass eine Quitte einen Befruchter braucht. Mein Baum ist der einzige seiner Art im Ort...

    Auf die Schnelle im weltweiten Netz:

    Unter den Apfelquitten gibt es einige Sorten die selbstunfruchtbar sind. Für die ‘Konstantinopeler Apfelquitte’ etwa braucht es einen Befruchter. Bei der selbstunfruchtbaren ‘Riesenquitte von Leskovac’ rät man sogar zu mindestens zwei anderen Quittensorten als Befruchter in der Nähe. Generell steigert jede weitere Sorte als Befruchter den Ertrag. Dieselben Sorten können sich nicht gegenseitig befruchten. Hingegen kann eine Birnenquittensorte ein guter Pollenspender für eine Apfelquittensorte sein und umgekehrt. Sofern es in der Umgebung keine anderen Quittenbäume gibt, sollten Sie also immer zwei unterschiedliche Sorten pflanzen, wenn Sie auf hohe Erträge Wert legen.

    Toll, DAS hat damals uns in der Baumschule auch keiner gesagt :(

    Auf dem Nachbargrundstück war, meine ich, eine Zierquitte.

    Das würde ja reichen, vielleicht gibts hier in der Nähe nochmal sowas.

    Ansonsten beobachte ich den Fall weiter :/

  • Quitte 'Apfelquitte' - Cydonia 'Apfelquitte'
    www.baumschule-horstmann.de

    Quote

    In der Regel sind Quitten selbstfruchtbar. Ein weit verbreiteter Irrglaube unter Hobbygärtnern ist, dass sich Cydonia 'Apfelquitte' von Äpfeln befruchten lässt. Diese Obstbaum-Sorte benötigt keinen weiteren Befruchter um ihre herrlichen Quitten zu entwickeln, jedoch wirken sich weitere Quitten in der Nähe positiv auf den Ertrag aus.


    Quitten gehören ja auch zu den Rosengewächsen, könnt mir schon vorstellen, dass da Apfelbäume auch irgendwie mitmischen können.

    Bei uns war so eine Bauernweisheit, dass Apfelbäume neben besonders staubigen Straßen besonders gut tragen - was auch gestimmt hat.