Getreide

  • Irgendwo hab ich gelesen, dass Weizen, Roggen etc. durch Züchtungen so verändert wurden, dass sie mit Sorten von z.B. vor 50 Jahren nichts mehr zu tun hätten.

    Kann ich nicht nachprüfen, und das hätte ja mit "bio" oder nicht, eigentlich nichts zu tun.

    Mir schmeckt nur Brot zunehmend nicht mehr, hab das Gefühl von Sand im Maul, und kanns kaum schlucken.


    In meiner Kindheit gabs im Winter am Abend oft eine Scheibe Brot, auf der (Holz-)Ofenplatte geröstet, das war heiß und knackig und man war vollkommen satt.

    Ma, war das gut.

    Heute schmeckt das nach nix mehr, es riecht auch ganz anders.

    Weiß da jemand mehr?

  • Irgendwo hab ich gelesen, dass Weizen, Roggen etc. durch Züchtungen so verändert wurden, dass sie mit Sorten von z.B. vor 50 Jahren nichts mehr zu tun hätten.

    ja, das stimmt sicher, aber auch die Zubereitung war eine andere, man hat Getreide gekeimt, fermentiert oder eben beim Brotbacken nicht einfach nur eine industrielle Hefe zugesetzt, sondern einen natürlichen Sauerteig angesetzt.


    Außerdem sind bei handelsüblichen Brot irgenwelche anderen fragwürdigen Zusätze dabei.

    Mein Bioresonanzgerät sagt zumindest meistens "nein" dazu.


    Leider hab ich mir noch nicht die Zeit genommen, selber natürlichen Sauerteig zu züchten und Brot mit alten Getreidesorten selber zu backen. Aber das kommt auch noch.


    Als ich noch Milchprodukte und rotes Fleisch gegessen habe, musste ich eine Zeitlang sogar auf Gluten verzichten, inzwischen vertrage ich es aber wieder gut. Ich denke, Getreide und Neu5gc konkurriert möglicherweise im Gewebe.


    Also entweder Paleo und kein Getreide oder Getreide und auf Milch und rotes Fleisch verzichten - das ist meine Erfahrung.



  • Früher gab es bei Brot aber auch ganz ein anderes Problem: das Mutterkorn im Gerteide, was zumindest zur
    schlechten Durchblutung führte, im Mittelalter nannte man Vergiftung mit Mutterkorn (Ergotismus) auch Kribbelkrankheit, manchmal war das Getreide so belastet, dass Menschen die Beine abfaulten, eher die Armen, die sich den Weizen nicht leisten konnten und Roggenbrot aßen.


    Ich bekomme auch kalte Füße, wenn ich zuviel Getreide esse, deshalb esse ich es nicht mehr jeden Tag.


    Denn ein wenig Mutterkorn ist auch heute noch im Getreide, vor allem in Roggen und Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen), seltener in Weizen, Dinkel und Gerste


    https://www.lgl.bayern.de/lebe…erkornalkaloide/index.htm


    Man darf nicht vergessen, das Mutterkornalkaloid Lysergsäure lieferte den Ausgangsstoff für eine der bekanntesten Drogen, das LSD.

  • Ich weiß, dass neben dem Weizen auch der Dinkel durch Kreuzungen "verbessert"= ertragreicher wurde. Ein Pionier der Saatgutvermehrung/Rückzüchtung auf Urformen... ist im nächsten Dorf daheim und der hat noch das "Ebner Rotkorn" die ursprüngliche Dinkelsorte. Es gibt- glaub ich mich zu erinnern- nur mehr 4 reine Sorten. Aber ich kann den Hans ja fragen, der kann wissenschaftliche "Abhandlungen" darüber erzählen und belegen!

    Also die Dinkelprodukte im Handel sind alle? mit Weizen verkreuzt. Nur steht das nirgends drauf.

    Der Weizen hat er gesagt, hatte ursprünglich 12 Chromosomenpaare...heute 42 wenn ich mich recht erinnere. Denke das ist noch keine 100 Jahre her, dass mit dem "Optimieren" massiv begonnen wurde.

    Ich glaube nicht, dass sich der menschliche Organismus soo schnell an die neuen "Tatsachen" anpassen kann.

    Hildegard von Bingen schrieb ja , dass Dinkel das "beste Getreide" sei, aber auch der Weizen bekam ein "Sehr gut". Aber das ist ja 800 Jahre her!

  • Und dazu kommt die Verarbeitung des Getreides vor dem Mahlen, es wird der Keim und die Schale entfernt, damit es länger haltbar und schön hell ist. Die "gesunde" braune Farbe bekommt es durch Malz. Im Kern sind Öle (und Vitamine...), der muss raus, damit das Mehl nicht ranzig wird.

    Ich war irgendwann von gekauften Backwaren (Brot und Semmeln) nicht mehr satt, sondern nur noch aufgebläht.
    Selbst selber backen mit gekauftem Mehl half da nur wenig. Erst seit ich auch selber mahle und nichts aussiebe, bin ich nicht 30 Minuten nach dem Frühstück wieder hungrig.
    Ich backe nur mit Sauerteig, ohne Hefe, meist 3 Brote und friere am Tag nach dem Backen das geschnittene Brot ein.


  • Erst seit ich auch selber mahle und nichts aussiebe, bin ich nicht 30 Minuten nach dem Frühstück wieder hungrig.Ich backe nur mit Sauerteig, ohne Hefe, meist 3 Brote und friere am Tag nach dem Backen das geschnittene Brot ein.

    genauso stelle ich mir das auch vor, eine Mühle hab ich eh mal vor ein paar Jahren gekauft und dann nicht oft benutzt, weil ich dann eine Zeitlang glutenfrei gegessen habe. Ich will mir im Garten irgendwann auch einen Holzbackofen bauen, wenn sonst nichts mehr zum Bauen habe.

  • Im Kern sind Öle (und Vitamine...), der muss raus, damit das Mehl nicht ranzig wird.

    Ich war irgendwann von gekauften Backwaren (Brot und Semmeln) nicht mehr satt, sondern nur noch aufgebläht.

    das ist bei vielen Sachen so, wenn man billig und ohne auf Qualität zu achten, kauft, haben die Lebensmittel keinen Wert und man muss viel mehr essen und wird trotzdem nicht satt, tote und wertlose Nahrung ist das.

  • Vom gekauften Brot werde ich auch nicht mehr satt und eben eher aufgebläht und habe nach 3-4 Stunden wieder Hunger. Pumpernickel mag ich noch kaufen - oder mal ein Dinkel- bzw. Roggenbrötchen oder Laugengebäck. Irgendwo las ich mal, dass die Bäckereien heutzutage bis zu 1000 zugelassene Inhaltsstoffe im Brotteig verwenden dürfen. Darunter in Zusatzstoff, welches die Backmaschinen nach dem kneten besser reinigen lässt. Also Brot wird hier nur sehr selten gekauft.


    Lieber selber backen mit Sauerteig und eben, wenn es zu groß ist, wird es geteilt und wandert in die Gefriertruhe. Außerdem kann ich alles mögliche in das Brot reingeben, auf was ich gerade Appetit habe oder eben in Reichweite ist. Somit wird jedes Brot zum Unikat.


    Eine Mühle nutze ich in letzter Zeit nicht so oft und kaufe eben das Roggen,- Dinkel- oder Weizen(vollkorn)mehl schon gemahlen. Muss mich da mal wieder mit Körnern versorgen. Hier hatte ich meine Mühle in 2011 gekauft, die noch immer gute Dienste leistet. Auch ein paar Zentner Getreide orderte ich damals dort. Emmer, Dinkel, Roggen, Hirse (Biohirse kam damals aus China) und früher hatten sie sogar noch Rotkornweizen. Muss da mal wieder zuschlagen und meine Vorräte auffüllen. :/


    https://www.widu-muehlenbau.de…ce=&FacetRange_ListPrice=

  • Das wär ganz toll, wenn du da aus erster Hand mehr erfahren kannst.

    Vielleicht gibts da Saatgut zu kaufen von den Ur - Sorten?

    Natürlich gibts da Saatgut UND auch normales Getreide für den Hausgebrauch. Kann dir für Brot den Lichtkornroggen ans Herz legen....daraus wird ein "Suchtmittel" von Brot.

  • Für Sauerteig gibt es ein ganzes Forum; momentan aber mit ein paar Probleme: http://www.der-sauerteig.com/


    Ich hab mir mal einen Sauerteig im SV-Forum ertauscht - glaube vom kleinenKlaus. Der hatte bereits 2019 Jugendweihe, war also mehr als 14 Jahre alt.


    Den vermehre ich selbst und backe daraus mein Brot und Brötchen. 1-2 mal die Woche kommt er aus dem Kühlschrank und wird gefüttert. Momantan steht er auf Roggenmehl. Meine, man könnte ihn auch langsam auf eine andere Mehlsorte umstellen?


    Wegen Getreide und ranzig werden: Ich lagerte etliche verschiedene, in 2011 gekauften Getreidesaaaten in verschließbaren Plastik-Kanistern. Viele Jahre bei Sommer und Winter in einer Garage. Da wurde nichts schlecht oder ranzig. Von der Hirse koche ich heute noch, die anderen Saaten - übrigens auch Einkorn - verbrauchte ich bis ~2017-2018 rum.